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Elektro-Bemusterung

Elektro-Bemusterung

Nach der Bemusterung war jetzt auch die Elektro-Bemusterung dran. Diese fand per Videocall statt. Im Vorwege hatten wir bereits die Elektropläne unseres Hauses und eine sechsseitige Preisliste mit allen möglichen Erweiterungen bekommen. Unabhängig von den darin genannten Punkten ist aber eigentlich alles möglich, man muss es nur ansprechen. Dementsprechend Komplex war das ganze Thema auch für uns, was auch die Länge dieses Beitrags widerspiegelt.

Vorbereitung auf die Elektro-Bemusterung

Die Vorbereitung auf die Elektro-Bemusterung war deutlich langwieriger als die Vorbereitung auf die Bemusterung, denn es sind viele recht unterschiedliche Dinge zu bedenken. Das fängt bei den Steckdosen an. Wo brauchen wir überall Strom? Wir wollen z.B. Saugroboter im EG und OG haben, die irgendwo einen Parkplatz mit Stromanschluss haben müssen. Dann kommt die Beleuchtung. Wo sollen Lampen angeschlossen werden, wo wollen wir Lichtschalter haben? Und das Ganze dann jeweils für innen und außen. Und das Netzwerk muss natürlich auch geplant werden.

Angefangen hat die Vorbereitung schon vor Monaten. Wir haben immer mal wieder Lampen- und Möbelgeschäfte aufgesucht und nach Ideen gesucht. Das haben wir alles gesammelt und bei der Suche auch schon die ein oder andere Lampe direkt gekauft. Für die Küche, den Esstisch, das Wohnzimmer und den Flur sind wir bereits mit neuen Lampen ausgestattet. Außerdem haben wir handschriftlich Ideen und Wünsche in unsere Grundrisse eingezeichnet. Als dann die Elektropläne kamen, ging es an die Detailplanung. Wir haben uns die Mühe gemacht, sämtliche Änderungen mit Photoshop in diese Pläne einzuzeichnen (siehe oben), um auch ja nichts während der Elektro-Bemusterung zu vergessen. Am Ende sah es fast so aus, als hätten wir so gut wie alles geändert.

Steckdosen

Im Standard sind bei Viebrockhaus schon recht viele Steckdosen enthalten. Wir kamen bereits auf 43 enthaltene Steckdosen, davon 28 x 1-fach, 14 x 2-fach und einmal 3-fach. In den Räumen Küche, Waschen, Flur, Gästezimmer, Kinderzimmer und im Badezimmer sind wir hier mit dem Standard ausgekommen. Lediglich im Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Garderobe, Empore, Badezimmer, Schlafzimmer, der Ankleide und im Technikraum im Keller haben wir zusätzliche Steckdosen platziert. In der Empore sind zwei Steckdosen über einen Lichtschalter an- und ausschaltbar für Stehlampen. Außerdem sollen fast alle Steckdosen einen erhöhten Berührungsschutz bekommen.

Für draussen ist im Standard nur eine einzelne Steckdose mit einem innenliegenden Ausschalter vorgesehen. Das war uns deutlich zu wenig, vor allem wenn man mal an die Weihnachtsdeko usw. denkt. Die enthaltene Steckdose haben wir für die Terasse eingeplant. Zusätzlich haben wir an zwei Hausecken vor und hinten und im überdachten Eingangsbereich zusätzliche Steckdosen vorgesehen, die auch von innen ausgeschaltet werden können.

Beleuchtung

Bei der Beleuchtung haben wir deutlich mehr Erweiterungen vorgesehen. Im Wohnzimmer werden wir auf eine Deckenbeleuchtung verzichten und auf Wandstrahler und Stehlampen setzen. In der Küche wollen wir Deckenspots haben, die werden aber nicht mit Deckentöpfen sein, sondern außerhalb der Decke liegen. Deckentöpfe muss man schon bei der Bemusterung einplanen, darauf haben wir vor allem wegen der hohen Kosten komplett verzichtet. Deckenspots wollen wir aber oben in der Empore, im Badezimmer und der Ankleide, deshalb mussten hier deutlich mehr Brennstellen eingebaut werden. Insgesamt kommen wir auf 17 Deckenspots im Obergeschoss. Außerdem bekommt die Treppe seitlich in der Wand Beleuchtung. Ergänzt haben wir auch ein paar zusätzliche Lichtschalter, damit man z.B. besser das Flurlicht anmachen kann, wenn man durch die Nebeneingangstür reinkommt.

Im Keller, wo das Lager für unseren Online-Shop reinkommt, mussten wir die Beleuchtung auch erweitern. Im großen Kellerraum benötigen wir sieben statt einer Brennstelle, damit zwischen den Regalen überall Licht ist. Das wird aber alles auf Putz verlegt und ist deshalb kein großer Aufwand.

Wie bei den Steckdosen musste wir auch bei der Beleuchtung für draussen deutlich erweitern. Hier war lediglich eine Lampe vorne und eine bei der Terasse enthalten. Vorne an der Eingangstür werden wir zwei Lampen links und rechts an der Hauswand platzieren, außerdem kommen in den überdachten Eingangsbereich zwei Wandlampen. An der Süd- und Nordseite (den langen Hausseiten) kommen jeweils vier Spots unter den Dachvorsprung.

Vorgesehen haben wir auch ein Erdkabel für die Beleuchtung vor dem Haus. Diese soll zusammen mit der Außenbeleuchtung am Haus geschaltet werden. Ergänzt wird die Außenbeleuchtung durch zwei Bewegungsmelder, außerdem wollen wir gerne etwas für eine zeitliche Automatisierung. Zusätzlich brauchen wir noch einen Stromanschluß für das Carport und ein Erdkabel für den Garten.

Rollläden und Markise

Im Standard sind die Schalter für die Rollläden direkt neben den Fenstern angebracht. Das wollten wir aber nicht, wir wollten sie gerne zentral neben der Tür des jeweiligen Raumes haben. Leider kostet das für jeden Schalter extra. Trotzdem haben wir das für das Wohn-, Arbeits, Kinder-, Gäste- und Schlafzimmer gemacht, dadurch ist das Handling so viel einfacher. Wir können die Rollläden zwar auch über die App steuern, aber ein Griff zum Schalter ist manchmal bestimmt praktischer. Nur in der Küche, der Garderobe und im Gäste-WC haben wir die Schalter neben den Fenstern gelassen.

Für die Terassenüberdachung planen wir auch eine Markise, dafür haben wir einen Anschluss inkl. Schalter neben der Schiebetür im Wohnzimmer vorgesehen. Außerdem haben wir einen Anschluß für eine Beleuchtung unter der Terassenüberdachung mit eingeplant.

Netzwerk

Das Netzwerk haben wir schon in einem früheren Beitrag Netzwerk: LAN oder WLAN? behandelt. Da ist im Standard absolut nichts seitens Viebrockhaus geplant. Das haben wir auch bei unserem Berater moniert. Wir waren da wohl nicht die ersten, derzeit ist das für den Standard in Vorbereitung.

Im Standard sind in den Räumen Wohn-, Arbeits-, Schlaf-, Gäste- und Kinderzimmer Leerrohre für ein Antennenkabel eingeplant. Ursprünglich wollten wir diese Leerrohe für Netzwerkkabel benutzen. Aber wir haben uns in der Zwischenzeit dazu entschieden, doch Antennenkabel für Kabelfernsehen verlegen zu lassen. Parallel zu den Antennenkabeln kommen dann zusätzlich Netzwerkkabel in genau diese Räume. Das Arbeitszimmer bekommt zwei LAN-Kabel, die anderen Zimmer je eins. Außerdem werden zwei Kabel jeweils in die Decke von Flur und Empore verlegt, da kommen dann später die Access Points für das WLAN hin. Der Keller soll eventuell auch einen Access Point bekommen, das machen wir dann aber selber.

Ablauf der Elektro-Bemusterung

Kommen wir endlich zur eigentlichen Elektro-Bemusterung. Wie schon geschrieben hat sie per Videocall stattgefunden und war mit 3 bis 4 Stunden angekündigt, also haben wir es uns pünktlich zum Termin vor dem Computer gemütlich gemacht. Vorher hatten wir schon unsere Änderungspläne per Mail an Viebrockhaus geschickt, so dass unsere „Gegenseite“ die Pläne auch vor sich hat. Was im Endeffekt wahnsinnig viel Zeit gespart hat, wie sich schnell zeigte.

Außen

Die Elektro-Bemusterung angefangen haben wir mit dem Außenbereich. Unsere Änderungswünsche wurden direkt im Elektroplan übernommen, was wir live am Bildschirm verfolgen konnten. Für die Beleuchtung bekommen wir nun zwei Bewegungsmelder und eine Somfy Lichtsteuerung, mit der wir über die App programmieren können, wann das Licht automatisch an sein soll. Erdkabel haben wir jetzt nur eins für vor dem Haus geplant, damit die Lampen vor dem Haus zusammen mit der Hausbeleuchtung geschaltet werden kann. Das Carport wird über den inklusiven Wallbox-Anschluß mit Strom versorgt, dafür wird der Anschluß der Wallbox verstärkt. Die Leistung reicht auch aus, um z.B. die Beleuchtung im Garten mit Strom zu versorgen.

Erdgeschoss

Im Erdgeschoss haben wir fast alle unserer Änderungswünsche umgesetzt. Nur die Position für den Access Point haben wir von der Decke an die Wand verlegt, da wir ansonsten einen Deckentopf in der Betondecke benötigt hätten, was uns zu teuer war. Außerdem haben wir auf die Dimmer im Wohnzimmer verzichtet, da nur ganz spezielle Dimmer angeboten werden, die mit unseren Lampen nicht kompatibel sind. Das rüsten wir dann selber nach. Mit aufgenommen haben wir dafür einen Multimediakanal im Wohnzimmer, damit die Kabel zum Fernseher in der Wand verschwinden.

Bei der Treppenbeleuchtung mussten wir auf eine Lampe verzichten. Aus statischen Gründen kann nur alle vier Stufen eine Lampe angebracht werden, wir wollten gerne alle drei Stufen eine haben. Aber damit können wir leben.

Obergeschoss

Im Obergeschoss war leider nicht alles so umsetzbar wie wir es uns gewünscht haben. In der Empore mussten wir auf einen Deckenspot verzichten. Den haben wir geschickterweise in die Treppe zum Dachboden eingeplant, also wurde der kurzerhand gestrichen. Problematisch war die Platzierung von Steckdosen beim Waschbecken im Badezimmer. Hier ist ein Sicherheitsabstand von 60 Zentimetern zur Badewanne und der Dusche nötig, was bei uns kaum Spielraum für Steckdosen zuläßt. Deshalb mussten wir hier abspecken. Dafür werden wir uns vielleicht einen Spiegel mit weiteren Steckdosen kaufen. Ein weiteres Problem hatten wir in der Ankleide. Wir hätten gerne vier Spots in der Dachschrägen gehabt, was aber nicht geht, da direkt hinter der Wand die Dämmung beginnt und kein Platz für Elektrik ist. Deshalb mussten wir hier etwas umplanen, wir haben aber eine gute Lösung gefunden.

Keller

Im Keller hatten wir nur wenig Änderungen, die alle umgesetzt wurden. Zusätzlich haben wir ein paar Steckdosen im Technikraum eingeplant. Das wurde uns geraten und macht auch absolut Sinn. Alleine für einen Netzwerk-Switch oder vielleicht einen Gefrierschrank braucht man ja Strom, daran hatten wir nicht gedacht.

Smart Home

Am Ende des Termins wurden uns noch ein paar Möglichkeiten vorgestellt, die Smart Home-Funktionen zu ergänzen. Im Standard ist ja bereits die Rollladensteuerung enthalten, außerdem hatten wir schon die Lichtsteuerung für die Außenbeleuchtung dazu genommen. Vorgeschlagen wurden uns außerdem smarte Kameras, die werden wir aber nicht nehmen. Wir haben bereits andere Kameras, die wir einsetzen werden. Auch nicht genommen haben wir eine automatische Verdunkelung, sollte die Sonneneinstrahlung zu stark sein. Alleine die Möglichkeit, sich dadurch selber auszusperren, wenn man ohne Handy im Garten ist und die Rollläden dann automatisch runterfahren, hat uns abgeschreckt.

Entschieden haben wir uns aber für smarte Rauchmelder. Die vernetzen sich und schlagen alle gemeinsam Alarm, wenn ein Melder losgeht. Außerdem können wir dann programmieren, dass bei einem Alarm automatisch die Rollläden hochfahren, um den Rettungsweg zu öffnen. Es werden aber nur die im Standard enthaltenen und rechtlich vorgeschriebene Rauchmelder ersetzt. Wir werden später dann noch selber weitere Rauchmelder z.B. im Technikraum, im Waschraum und im Arbeitszimmer ergänzen.

Fazit zur Elektro-Bemusterung

Gute Vorbereitung zahlt sich aus. Nach ziemlich genau zwei Stunden waren wir trotz der vielen Änderungen mit der Elektro-Bemusterung fertig und haben uns verabschiedet. Wir bekommen jetzt bis Ende der Woche den überarbeiteten Elektroplan und ein Angebot für die zusätzlichen Kosten. Wir hatten die Kosten bereits im Vorwege kalkuliert und wissen somit, was in etwa auf uns zukommt. Nur ein paar Extras, die wir während des Termins noch dazu genommen haben bzw. bei denen wir nicht wussten, was sie kosten würden, fehlten in unserer Kalkulation. Mal schauen, was am Ende genau rauskommt und wie gut wir kalkuliert haben.

In einer Woche findet dann noch ein kurzer Folgetermin statt, um eventuelle Fehler oder Änderungen zu besprechen. Das dann wieder per Videocall. Da erwarten wir aber nichts besonderes, weil wir ja schon alle Änderungen live am Bildschirm verfolgt und geprüft haben. Trotzdem werden wir vor dem Termin noch einmal alles genau durchgehen.

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