Baufortschritt (nach Zeit):
23,1%

Dachneigung geändert: 29° statt 40°

Dachneigung

Am Montag haben wir ja erfahren, dass unser Haus leider 90 Zentimeter zu hoch ist für den Bebauungsplan. Eine in unseren Augen vollkommene Fehlplanung des Bebauungsplans, da auf unserem Grundstück durch die sehr hoch liegende Straße lediglich eine Haushöhe von ca. 7,10 Metern möglich ist, was ein Satteldach mit normaler Dachneigung unmöglich macht. Auf der anderen Straßenseite darf 3 Meter höher gebaut werden, unfassbar. Der Servicetermin wurde aufgrund der nötigen Umplanungen von heute auf nächsten Donnerstag verschoben..

Lösung: Niedrigere Dachneigung

Bei Viebrockhaus wurde zum Glück sehr schnell reagiert und fleißig gearbeitet. Gestern haben wir schon eine Lösung präsentiert bekommen, die dem Bebauungsplan entspricht. Heute kamen dann die Zeichnungen und Visualisierungen. Wir haben uns in der Zwischenzeit natürlich auch Gedanken gemacht und hatten im Grunde den gleichen Plan. Nur wussten wir nicht, ob das umsetzbar ist und was das für Mehrkosten bedeutet.

Dachvergleich

Und das ist der Plan: Die Dachneigung wird von 40 Grad auf 29 Grad reduziert. Das bedeutet natürlich, dass die Dachschrägen im Obergeschoss deutlich niedriger werden, weshalb der Drempel erhöht werden muss. Also die Höhe, in der die Dachschräge anfängt. Dadurch wird die 2-Meter-Linie, also die Stelle, an der die Dachschräge in 2 Metern Höhe ist, ziemlich genau der ursprünglichen Planung entsprechen. Und es wird sogar einfacher, bis zur Wand zu kommen, da weniger Dachschräge im Weg ist. Wenigstens ein Vorteil von dem Ganzen.

Optisch verändert sich unser Haus dadurch natürlich auch erheblich. Da sind wir uns tatsächlich mal etwas uneinig. Tina gefällt die neue Optik sogar etwas besser als vorher, Ron fand es vorher schöner. Wir sind am überlegen, ob es mit einem anderen Klinker besser aussehen würde. Deshalb haben wir darum gebeten, nochmal eine Ansicht mit einem anthrazitfarbenen Klinker und weißen Fenstern zu bekommen, damit wir vergleichen können.

Auswirkungen für den Dachboden

Leider haben diese Änderungen noch weitere, vor allem negative Auswirkungen. Durch die niedrigere Dachneigung muss das Dach von einem Studiobinderdach auf ein Pfettendach umgeplant werden. Wenn wir das richtig verstanden haben betrifft das die Holzkonstruktion des Daches und wir werden senkrechte Pfosten im Dachboden haben, die das Dach stützen. Der Dachboden wird für uns ingesamt leider ziemlich unbrauchbar. So hatte er ursprünglich in der Mitte eine Höhe von ca. 1,9 Metern. Das reduziert sich jetzt auf ca. einen Meter. Stehen ist also unmöglich, Krabbeln ist angesagt. Außerdem ist die Gesamtfläche deutlich kleiner, weil der Dachboden viel schmaler wird. Und bei der Höhe ist natürlich die Nutzung als Lagerfläche extrem eingeschränkt, was uns ziemlich ärgert. Aber es gibt leider keine Alternative, weil die Raumhöhe im Erd- und Obergeschoss nicht geändert werden soll.

Zusätzliche Kosten

Die ganzen Änderungen werden uns leider auch einiges kosten. Zwar bekommen wir für die niedrigere Dachneigung und kleinere Dachfläche was gutgeschrieben, aber alleine die Dachumplanung von einem Viebrock-Standarddach zu einem individuellen Dach, der Wechsel von Studiobinderdach auf Pfettendach und vor allem die Drempelerhöhung kosten Geld. Dazu kommt noch eine notwendige Duschwand im Badezimmer, weil durch das geänderte Dach in der Decke vom Badezimmer nicht mehr genug Platz für die Belüftung ist. Dafür muss jetzt die Duschwand her.

Netterweise kommt uns Viebrockhaus bei den Zusatzaufwänden sogar ungefragt etwas entgegen. Trotzdem landen wir insgesamt noch bei zusätzlichen Kosten von ca. 6.500 Euro für weniger Platz. Herzlichen Glückwunsch. Wir hatten zwar schon mehr befürchtet, trotzdem schei…

Bei Viebrockhaus wird die nächsten Tage noch fleißig weitergearbeitet, damit nächsten Donnerstag der Servicetermin stattfinden und im Anschluß mit dem Bauantrag begonnen werden kann. Hier können wir uns für die schnelle Reaktion wirklich nur bedanken!

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