Kelleraushub: Wo zwischenlagern?

Kelleraushub

Es gibt so Dinge, an die denkt man als Baulaie überhaupt nicht. Zum Beispiel, wie viel Erdmassen bei so einem Kelleraushub bewegt werden. Und wie viel davon dann für die Verfüllung des Kellers benötigt wird und wie viel abtransportiert werden muss. Alleine für den Abtransport sind bei uns 190 Kubikmeter geplant. Und womit man auch nicht rechnet: Wie viel Platz man für die Zwischenlagerung des Materials für die Verfüllung benötigt. Dass unser Grundstück dafür zu klein sein könnte hatten wir nicht so wirklich auf dem Schirm.

Das Problem

Das Platzproblem entsteht, weil die Kellergrube mit schrägen Wänden angelegt wird, damit die Grube nicht abgestützt werden muss. Das wäre viel zu teuer. Aber durch die Abschrägung nimmt die Kellergrube natürlich deutlich mehr Platz als die Grundfläche des Hauses in Anspruch. Natürlich muss die Grube um die Bodenplatte drumrum noch Arbeitsplatz für die Bauarbeiter bieten und die schräge Wand benötigt ca. 3 Meter zusätzlich an allen vier Seiten. Dann sind wir vor dem Haus schon bis auf einen Meter an die Straße ran und hinter dem Haus sind noch ca. 7 Meter bis zur Grundstücksgrenze. Links und rechts ca. 1 bis 2 Meter.

Zum ersten Mal davon gehört haben wir beim GSA-Termin auf unserem Grundstück. Da hatte der Baugrund-Verantwortliche von Viebrockhaus noch ganz beschwingt eine tolle Idee, als feststand, dass unsere beiden Nachbarn links und rechts auch mit Viebrockhaus bauen. Zuerst fangen die links von uns mit ihrem Keller an und lagern bei uns zwischen. Wenn deren Keller verfüllt ist fangen wir an und lagern auf dem Grundstück rechts von uns und als letztes fangen dann die rechts von uns an. Die bauen nämlich ohne Keller und haben das Problem nicht. Damals dachten wir noch so für uns: Und wenn die früher anfangen als wir? Und genau so ist es jetzt nämlich. Da wir einen richtigen Bauantrag stellen mussten brauchen wir mehr Vorlaufzeit als unsere beiden Nachbarn, die das beschleunigte Verfahren nutzen. Beide fangen vor uns an, deren Grundstücke können wir also nicht benutzen und wir haben nicht genug Platz auf unserem Grundstück, um die ganzen Erdmassen unterzubringen.

Die Lösung

Jetzt gibt es für die Zwischenlagerung vom Kelleraushub zwei Möglichkeiten. Eine ganz einfache und eine vor allem teure Alternative.

  1. Wir dürfen das Grundstück hinter uns benutzen und dort für ca. 2 Wochen einen Teil vom Kelleraushub zwischenlagern.
  2. Wir müssen den Aushub, der nicht aufs Grundstück passt, abtransportieren, zwischenlagern und wieder anliefern lassen. Was natürlich absolut absurd wäre und enorme Kosten verursachen würde.

Deshalb haben wir mit der Firma, denen das ganze Areal (bis auf die verkauften Grundstücke) gehört und die auch die komplette Erschließung durchgeführt haben, Kontakt aufgenommen. Zum Glück war das von deren Seite kein Problem und wir können Option 1 nehmen. Das Grundstück hinter uns ist noch nicht verkauft und wir haben die Erlaubnis bekommen, den Platz dort zu nutzen. Gut für uns, dass das Grundstück noch frei ist.

Bei Grundstücken in bereits bewohnten Gebieten gäbe es diese Lösung natürlich nicht. Und in unserem Fall kommt noch dazu, dass der Grundstücksmarkt in den letzten Monaten komplett zusammengebrochen ist und fast keine Grundstücke verkauft werden. Deshalb sind in „unserem“ Neubaugebiet auch noch jede Menge Grundstücke frei. Was sich hoffentlich bald ändert.

Für Viebrockhaus passt diese Lösung auch, an den GSA-Kosten ändert sich nichts. Uns ist ein kleiner Stein vom Herzen gefallen.

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